Die Politik mit der Erinnerung

6. November 2009
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Veranstaltung mit VertreterInnen des Mauthausen-Komitee Stuttgart

Das Mauthausen-Komitee Stuttgart führt seit 13 Jahren Fahrten zur Befreiungsfeier in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers
Mauthausen/Österreich durch und engagiert sich in kritischer Absicht im
Bereich der Erinnerungspolitik. Bei der Veranstaltung werden sie über
ihre Gründe zu dieser Fahrt sprechen, in groben Zügen die Entwicklung
der Erinnerungspolitik in Deutschland ab 1945 betrachten und auf das
Erstarken der faschistischen und rassistischen Parteien in Europa
eingehen. Im Mittelpunkt wird der sich sowohl in Deutschland als auch in
Europa ausbreitende konservative Geschichtsrevisionismus stehen.

Fr. 06.11.09 | 20:00 Uhr | Infoladen Kasama
Militärstrasse 87a | 8004 Zürich | Bus Nummer 31 bis Kanonengasse
Hinterhofgebäude neben Radio LoRa | www.kasama.ch

Sa. 07.11.09 | 20:00 Uhr | Infoladen Reitschule
Neubrückstrasse 8 | 3001 Bern | www.reitschule.ch
info@kasama.ch | www.kasama.ch || info@antifa.ch | www.antifa.ch

Hinweis:
nächste Veranstaltung
Erinnerungsgebot und Alpenfestung @ 11.12.09 Infoladen Kasama

Leitung des Jugentreffs „Industrie 45“ toleriert Nazi-Konzert!

23. April 2009
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((!)) ANTIFASCHISTISCHE INFORMATION((!))

Leitung des Jugentreffs „Industrie 45“ toleriert Nazi-Konzert!

Der Jugendtreff „Industrie 45“ wird von vielen Personen als Ort der Begegnung genutzt und ist in seiner Vergangenheit noch nie als Konzertlokalität für Rechtsextreme aufgefallen. Auf umso mehr Unverständnis stösst der Anlass, welcher nächsten Samstag Abend dem 25. April 09 durchgeführt werden soll. Die Konzertveranstaltung trägt den Namen „Schlachtenlärm.“ Eingeladen sind international bekannte Bands aus dem rechtsextremen Specktum der NS-Black-Metal-Szene. Am Anlass auftreten werden:

Riger

Die Band brachte 1998 ihr Debütalbum heraus. Mit ihrem Lied „Germania“ rekrutierten sie gleich Fans aus dem nationalistischen Lager. Aufmerksamkeit erregte das Cover des zweiten Albums, auf welchem eine verschnörkeltes Hakenkreuz zu sehen war. Diverse Textstellen des Albums „Des Blutes Stimme“ und die im Booklet abgedruckte Danksagung an „Alex“ von der natinalsozialistischen Black Metal-Band „Totenburg” untermauern ihr Gedankengut, auch wenn sie sich später „nur“ als „ausgesprochene Patrioten” bezeichnen. In Fanforen wird offensichtlich welches Zielpublikum „Riger“ anspricht. Am Festival „Germanischer Black Metal-Sturm über Deutschland“ traten Riger, Absurd und andere Bands auf. Das Festival endete in einem Polizeieinsatz. Anwesende Naziskins wurden gegen Gäste und Veranstalter tätlich, weil man den Bands untersagte den Hitler-Gruss auf der Bühne zu zeigen.

Varg

Die Band bezieht sich mit ihrem Namen auf Varg Vikernes, eine Kultfigur in der NS-Black Metal Szene. Varg Vikernes ist Vertreter des rechtsextremen Neuheidentums. Von 1994 bis 2009 verbüßte er wegen des Mordes an einem Musiker (später schrieb er abwertend über die Abstammung seines Opfers und verwendete dabei die Bezeichnung „Lappe“, ein veralteter Name für Samen) und mehreren Kirchenbrandstiftungen eine mehrjährige Haftstrafe.Nach eigenen Angaben wolllte er das „Blitz House“ und das norwegische Parlament in die Luft sprengen. Innerhalb der als „National Socialist Black Metal“ (NSBM) bezeichneten Strömung wurde er zur Kultfigur. „Heil Hitler“ oder die Äusserung, dass er jede Form von Unterdrückung befürworte erstaunen da auch nicht mehr. Mitte der 1990er Jahre bezeichnete Vikernes das „Dritte Reich“ als seine Vorstellung einer idealen Gesellschaft und leugnete den Holocaust, dass er ein Nazi sei, sei hingegen eine jüdische Lüge.

Ein Textauszug aus dem Lied Wolfszeit der Band Varg: „So lasst uns streben nach den alten Werten. Die Runen leben in unserem Blut [...]“

Ahnengrab

Die Band Ahnengrab hat 2008 ihr erstes Album veröffentlicht. Von ihnen ist noch nicht sehr viel bekannt. Allerdings scheinen sie keine Berührungsängste mit dem NSBM zu haben. Sie waren Gäste am Wolfszeit-Festival, welches von der oben genannten Band „Vager“ organisiert wird. Songtitel wie „Blutrache” lassen nichts Gutes vermuten.

Asgard

Über die einzige Schweizer Band „Asgard“ gibt es keine Hinweise, die auf eine rechtextreme Gesinnung hindeuten. Entweder ist die Band unwissend, in was für einer Gesellschaft sie auftreten oder

nehmen dies billigend in Kauf.

Eine Taktik faschistischer Ströhmungen war es schon immer, andere Subkulturen zu unterwandern und zu vereinnahmen. Leider hatten sie damit in der ursprünglich appolitischen Metal-Szene teilweise erfolg, was jedoch nicht bedeutet, dass Konzerbesucher/innen von Metal-Konzerten grundsätzlich als rechts einzustufen sind. Lediglich einschlägigen Konzerte, wie im „Industrie 45“ ziehen Rechtsextreme an. Auch wenn sich solche Bands immer wieder vom klassischen Nationalsozialismus distanzieren, vermitteln sie faschistische Ideologien und Fremdenhass. Ihre oberflächliche Distanzierung kann allerdings nicht darüber hinwegtäusen, dass sich solche Bands im braunen Sumpf des rechten Randes befinden.

Es ist untragbar, dass ein staatlich subvensionierter Ort, der als Treffpunkt für Jugendliche dienen soll, schnell einmal zum Tummelplatz für FaschistINNen wird, die ihr menschenverachtendes Gedankengut verbreiten wollen. Denn zu erwarten ist ein Publikum der extrem rechten Szene. Die Leitung des Jugentreffs scheint diese Tatsache nicht zu stören. Trotz mehrmaligen Hinweisen und Warnungen halten sie an der durchführung des Anlasses fest. Es ist absolut unverständlich, dass ein Jugentreff das Image eines „Nazi-Treffpunkt`s“ so ohne weiteres in Kauf nimmt. Wir fordern das „Industrie 45“ auf, den erwähnten Anlass ersatzlos zu streichen. Ansonsten müssen wir davon ausgehen, dass Rechtsextreme in dieser Lokalität willkommen geheissen werden.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Kein Raum für Nazis- nirgendwo!

Kein Nazikonzert im Jugendreff „Industrie 45“!

Antifaschistische Aktion

PARTISANEN WIDERSTAND IN iTALIEN

8. März 2009
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Eine Infoveranstaltung mit Matthias Durchfeld, Historiker vom ISTORECO

(Institut für Gegenwartsgeschichte der Resistenza)

Nach dem 8. September 1943 schlugen sich die ersten PartisanInnen in die Berge, um den Widerstand gegen deutsche Besatzung und italienischen Faschismus zu organisieren.

In den unmittelbaren Nachkriegsjahren stand Italien am Rande eines Bürgerkrieges.
Die sozialen und revolutionären Bewegungen der darauffolgenden Jahrzehnte waren geprägt und bezogen sich stark auf die Resistenza.

Welche Erinnerungen, welche Erfahrungen leben - zur Zeit der nun schon dritten Regierung Berlusconis - in der italienischen Gesellschaft und in der italienischen Linken weiter?

Wir treffen uns um diese Geschichte(n) zu diskutieren.

PARTISANEN WIDERSTAND IN iTALIEN

PARTISANEN WIDERSTAND IN iTALIEN


Kein Heimspiel für Nazis! Courage gegen Rechts!

3. März 2009
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Kein Heimspiel für Nazis

Kein Heimspiel für Nazis

Am 8. März 2009 möchte sich, mit dem Okay der Behörden, ein Gruselkabinett durch Burgdorf BE bewegen: Die Neonazis der PNOS wollen für die Abschaffung einer Strafnorm demonstrieren, gegen welche sie regelmässig verstossen: das Antirassismusgesetz.

Die Kleinstadt Burgdorf wird ihren Ruf als Tummelplatz für Rechtsextreme nicht los: Gewalttätige Übergriffe, Nazirock-Konzerte, Trauermärsche, (Vernetzungs-)Treffen im eigenen Clublokal - die Liste der Vorfälle ist erschreckend lang. Nun will die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) - nicht wenige ihrer umtriebigsten Exponentinnen und Exponenten wohnen in der Region - der Gruselstory ein weiteres Kapitel anfügen: Unter dem Motto «Für Meinungsfreiheit - Antirassismusgesetz abschaffen!» soll am Sonntag, 8. März, von 14 bis 16 Uhr ein Umzug durch die Oberstadt stattfinden.

Rassistisch, ausländerfeindlich, antisemitisch

Tatsächlich sind, wie sich der Hammerskin und regionale PNOS-Kopf Markus Martig in der «Berner Zeitung» vom 27. Februar 2009 zitieren liess, einige Personen aus dem Umfeld der PNOS «vom Antirassismusgesetz betroffen» - und haben auch sonst einiges auf dem Kerbholz.

Einige Beispiele: Denise Friederich (aktuelles PNOS-Vorstandsmitglied) und Michael Haldimann (ehemaliges PNOS-Vorstandsmitglied), die beide als Paar in Burgdorf leben, wurden jüngst vor dem Bezirksgericht Aarau wegen Widerhandlung gegen die Antirassismus-Strafnorm verurteilt: Die Partei hatte auf ihrer Website ein nationalsozialistisches Parteiprogramm publiziert, das sich inhaltlich stark an das 25-Punkte-Programm der NSDAP anlehnte, und einen rassistischen Kalender samt antisemitischer Karikatur vertrieben.

Auch der langjährige Hammerskin und Anführer der völkisch-heidnischen Avalon-Gemeinschaft, Adrian Segessenmann, der heute in Kirchberg bei Burgdorf wohnt und ab und zu Artikel in der PNOS-Monatspostille «ZeitGeist» veröffentlicht, kam bereits mit der Antirassismus-Strafnorm in Konflikt: 1999 organisierte er einen Vortrag über die Waffen-SS, der dem Bundesgericht Anlass bot, bei der Anwendung der Strafnorm das Tatbestandsmerkmal «Öffentlichkeit» neu zu definieren: Öffentlich ist alles, was nicht im privaten Rahmen erfolgt.

Die Brüder Alex und Cédric Rohrbach aus Burgdorf, beide Musiker der Nazirock-Band «Indiziert» und der PNOS nahe stehend, haben sich 2004 mit ihrem CD-Erstling «Eidgenössischer Widerstand» Ärger in Deutschland eingehandelt: Die CD wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf den Index gesetzt, sie darf in Deutschland nicht mehr beworben oder über Internet vertrieben werden.

Die Meinungsfreiheit der Antidemokraten

Mit Erlaubnis der Behörden darf in Burgdorf eine rechtsextreme Partei demonstrieren, die in ihrem Weltbild zutiefst antidemokratisch und rassistisch ist und für ein autoritäres Herrschaftssystem einsteht, das die Menschenrechte mit Springerstiefeln tritt. Das jahrelange Verharmlosen und Tolerieren rechtsextremer Umtriebe und halbherzige Image-Aktionen à la «Courage» haben dazu geführt, dass Burgdorf immer wieder Schauplatz rechtsextremer Aktivitäten ist und sein wird. Eines ist schon jetzt klar: In der (Medien-)Öffentlichkeit wird die Stadt ihr Renommee als Spielwiese für Neonazis nicht abschütteln können. Da helfen auch die der PNOS auferlegten Einschränkungen wenig: keine Internetwerbung, Demo an einem Sonntagnachmittag in der menschenleeren Oberstadt.

Zeigen wir Courage und stören wir den Neonazi-Aufmarsch. Manifestieren wir auf vielfältigste Weise Widerstand gegen Rechts - mit Pfeif- und Lärmkonzerten, Mahnwachen, Transpiaktionen und Sitzblockaden.

Wir treffen uns am 8. März um 14 Uhr in der Burgdorfer Oberstadt.

Agrg, Anarchistische Aktion Bern, Antifa Bern, Antifa Oberland, Antifa Oberwallis, Autonome Antifa Freiburg im Breisgau, Autonome Gruppen Oberland, Bündnis alle gegen Rechts, Direct Raption, Libertäres Antifaschistisches Kollektiv Thun, Revolutionäres Bündnis Region Zürich, Revolutionäre Jugend Zürich, Repro, Rote Hilfe (Revolutionärer Aufbau) (Stand 2.März 2009 um 20 Uhr)

Die neuen Spielwiesen der Neonazis

2. August 2008
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Neue Spielwiesen der Faschisten

Flyer "Spielwiesen der Faschisten"

Auch Bund überwacht das Neonazi-Konzert

25. August 2007
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Tages Anzeiger - 25. August 2007

Winterthur/Wiesendangen. - Gestern Freitag war fraglich, ob das für heute Samstag angesagte Konzert der als rechtsextrem eingestuften deutschen Band Kategorie C - Hungrige Wölfe tatsächlich stattfindet (TA vom Freitag). Die Kantonspolizei geht davon aus, dass es eher nicht über die Bühne geht.

Der vorgesehene Auftritt der Rechtsrockband, die Songs mit völkischem Inhalt im Repertoire hat, wird auch vom Bund beobachtet. Der Inlandnachrichtendienst des Bundesamtes für Polizei (Fedpol) stehe mit den kantonalen Behörden, dem Grenzwachtkorps und den ausländischen Partnern im Kontakt, sagte eine Fedpol-Sprecherin. Es würden Massnahmen getroffen, sofern diese im Rahmen der geltenden Rechtsordnung möglich seien. Das Fedpol gibt aber nicht bekannt, ob gegen einzelne Mitglieder der deutschen Band, zum Beispiel gegen den Sänger Hannes Ostendorf, Einreisesperren verhängt werden. Ostendorf werden enge Kontakte zur Neonazi-Szene nachgesagt.

Bekannt ist auf Grund von Angaben im Internet, dass sich die Fans der Band am frühen Abend beim Bahnhof Wiesendangen treffen wollen. Von dort sollen sie mit einem Shuttle-Dienst zu dem bisher geheim gehaltenen Konzertlokal gefahren werden. Die Kantonspolizei wird vor Ort präsent sein, um auch eine allfällige Konfrontation zwischen Wölfe-Fans und linken Aktivisten der Aktion gegen rechte Gewalt zu verhindern. (smd)

Wiesendangen als Treff für Neonazis

24. August 2007
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Tages-Anzeiger - 24. August 2007

Wiesendangen. - Morgen Samstag wollen sich die Fans der als rechtsextrem eingestuften deutschen Band Kategorie C - Hungrige Wölfe am Bahnhof von Wiesendangen für ein Konzert treffen. Vom Bahnhof werden die Konzertbesucher laut der Band-Internetseite mit Shuttlefahrzeugen zum Konzertlokal gefahren; den Ort halten die Organisatoren geheim. Sie befürchten offensichtlich Störaktionen antifaschistischer Gruppen. Auf das Konzert aufmerksam gemacht hat die antikapitalistische Aktion gegen rechte Gewalt mit einer Mitteilung.

Die Kantonspolizei hat Kenntnis vom Anlass. Sie trifft Vorbereitungen, wird beim Anlass präsent sein und einschreiten, sollte die Antirassismus-Strafnorm verletzt werden. Ob das Konzert überhaupt stattfindet, war bis gestern Donnerstagabend unklar. Auf der Homepage der ebenfalls angekündigten Band Maximum Violence aus dem bayrischen Ingolstadt ist das Konzert als abgesagt gemeldet. Über eine Handynummer war indessen zu erfahren, das Konzert gehe ganz sicher über die Bühne; statt dieser Band trete eine Schweizer Vorgruppe auf.

Die Band Hungrige Wölfe wird der Neonazi-Szene zugeordnet. Einige Lieder enthalten völkische Statements, zum Beispiel: «Hoch auf dem gelben Wagen, sitz ich beim Führer vorn, vorwärts die Oiii traben, lustig schmettert das MG.» Und der Sänger Hannes Ostendorf ist der Bruder des NPD- und «Blood and Honour»-Aktivisten Henrik Ostendorf. Laut Berliner «Tageszeitung» trat die Band regelmässig mit anderen Rechtsrockgruppen bei Szene-Events auf. Und im Herbst 2004 habe sich die Band wegen Ostendorfs zu engen Neonazi-Kontakten zerstritten.

Auch gemäss dem niedersächsischen Verfassungsschutz ist «ein Teil der Musiker dem rechtsextremen Spektrum zugetan». Bei der Polizei bedeutet «Kategorie C» Gewalt suchende Fussballfans. Ostendorf ist auch Mitglied des Werder-Bremen-Fanklubs Standarte Bremen. (smd)

Rechtsextreme mit Fackeln durch Adliswil

3. August 2007
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Tages - Anzeiger 3.August 2007

Adliswil. - Rund 40 Rechtsextreme haben am Nationalfeiertag einen Fackelumzug in Adliswil veranstaltet. Laut Kantonspolizei liefen sie kurz nach 22 Uhr die Albisstrasse entlang. Die Polizei schritt nicht ein, weil es zu keinen illegalen Handlungen kam. Bereits am frühen Nachmittag war die Kantonspolizei nach Bonstetten ausgerückt, weil sie Informationen über ein Neonazi-Treffen hatte. Rechtsradikale trafen die Beamten aber keine an - auch eine Suche beim Schützenhaus und Bahnhof blieb erfolglos. Die Gruppierung Aktion gegen rechte Gewalt (AGRG) meldete hingegen gestern in einem Communiqué einen Aufmarsch von 60 Rechtsextremen, die sich bei der Waldhütte in Bonstetten versammelt hatten. Unter den Teilnehmern wurden laut AGRG auch bekannte Szenegrössen gesichtet.

Auch der Fackelumzug wird von AGRG bestätigt. Die Rechtsextremisten sollen eine fünfminütige Hetzrede gehalten und «Sieg Heil» gerufen haben. (bg)

Fest von Rechtsextremen in Bonstetten

1. August 2007
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Pressecommunique

Ca. 60 Rechtsextreme feiern zur Zeit ein Fest in Bonstetten. Es ist anzunehmen, dass die Rechtsextremen im Anschluss noch einen Fackelmarsch durch eine der umliegenden Gemeinden durchführen werden. Dies hatten sie bereits am 1. August 2006 getan. Damals feierten ca. 50 Rechtsextreme im Schützenhaus Truttikon und führten danach einen Fackelmarsch in Andelfingen durch.

Um 14 Uhr haben sich die TeilnehmerInnen auf dem Parkplatz des Tierpark Langenberg in Langnau am Albis getroffen. Von dort aus wurden sie in die Waldhütte Bonstetten weitergeleitet. Die Hütte gehört der Holzkooperation Bonstetten.

Unter den Teilnehmern hatte es auch bekannte Gesichter der rechtsextremen Szene. So wurde unter anderem Otto Rölli gesichtet. Rölli gründete einst in den 80er Jahren mit Marcel Strebel zusammen die Patriotische Front. Zuletzt fiel Rölli vor allem durch seine publizistische Tätigkeit auf. So hat er in mehreren Leserbriefen seine revisionistischen Ansichten verbreitet.

Eine weitere bekannte Person ist Pascal Stampfli. Stampfli war unter anderem an einem Übergriff auf den linken Infoladen Rabia in Winterthur beteiligt.

Dass sich Rechtsextreme im Bezirk Affoltern treffen, ist im Übrigen nichts Neues. So fand vor fünf Jahren das mit 1300 Besuchern schweizweit bisher grösste Neonazi-Konzert in Affoltern am Albis statt.

Feste und Konzerte zählen nebst Aufmärschen zu den wichtigsten Veranstaltungen der rechtsextremen Szene und spielen bei der Politisierung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Zudem dienen sie der internen Vernetzung der TeilnehmerInnen. Wir können es nicht tolerieren, dass Rechtsextreme solche Treffen abhalten um ihr rassistisches, reaktionäres und menschenverachtendes Gedankengut zu verbreiten.

Den Rechtsextremen keine Raum geben. Nirgendwo.

agrg, 1.8.2007, 19:50 Uhr

Neonazi auf der Wahlliste der Schweizer Demokraten

29. März 2007
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Anhang zu AGRG Informiert: Neonazi auf der Wahlliste der Schweizer Demokraten

Aufruhr Versand

Am 22.02.06 wurde der Internet Versand www.aufruhr-versand.de von Deutschen AntiFa’s gehackt. Dabei konnten über 7500 Kundenadressen bzw. Bestellungen mit detaillierten Bestellinformationen gewonnen werden.

Mehr Informationen dazu:

http://www.de.indymedia.org/2006/02/139796.shtml

In den Auszügen konnte auch eine Bestellung von Kornelius Marti gefunden werden. Zu den einzelnen Bestellposten

T-Shirt mit der Aufschrift „14/88“

Dieser T-Shirt Aufdruck ist in der rechtsextremen Szene sehr beliebt, da er gegen keine geltenden Gesetzte verstösst, jedoch eine klare Aussage beinhaltet.

Mit der Zahl 14 ist gemeint:

Damit sind die 14 Worte des us-amerikanischen Ku-Klux-Klan-Anhängers und inhaftierten Gewalttäters David Lane gemeint. Die Formel lautet: “We must secure the existence of our people and a future for white childen.” (”Wir müssen den Fortbestand unserer Rasse bewahren und die Zukunft der weissen Kinder sicherstellen.”)

Die Zahl 88:

Die Zahl 88 steht für die verbotene Grussformel “Heil Hitler”. Das H ist der achte Buchstabe im Alphabet

Der Zahlencode - auch in Kombinationen wie 14/88 - findet sich als Grussformel in Briefen von Rechten, in ihren Publikationen oder als Endung von e-Mail und Website-Adressen wieder.

CD’s

Band “Nordlicht“, CD Titel „Söhne der Germanen“

Zur Band

Sie hat bis heute vier CD’s mit den Titeln: „A way of Life, Solange das Blut… und Söhne der Germanen“ veröffentlicht (vierter CD Titel Unbekannt). Die Band kommt aus der Umgebung von Bremen. 1993 wurde sie um den Sänger Andreas Werner gegründet.

Achtung: Die Band ist nicht mit der “Hardcore – Metal“ Band Nordlicht zu verwechseln.

Zur CD, Söhne der Germanen

Die CD ist 1997 im Label und Vertrieb “Rock O Rama” (ROR) des Kölners Herbert Egold erschienen.

Link zum CD Cover: http://www.unserauktionshaus.de/cgi-bin/item.pl?item=79301#images

Auf dem CD Cover ist der Schriftzug „Für Freiheit und Vaterland“ abgedruckt. Eine Fahne in den Reichsfarben sowie eine Abbildung eines germanischen Kriegers lassen auf eine Rechtsrock Band schliessen.

Titel wie Euer Verrat, Heldentod und Tore von Walhalla passen auf die rechtsextremen Textinhalte der Lieder. Bei dem Titel „Mit den Göttern vereint“ handelt es sich um eine Coverversion des Liedes UNDER THE GODS der Band No Remorse mit ihrem Leadsinger Paul Burnley. Wer sich die Mühe macht den Text des Originals zu lesen (http://www.lyricstime.com/no-remorse-under-the-gods-lyrics.html), wird unweigerlich zum Schluss kommen, dass eine Band, die solch ein Lied kopiert Rechtsextremes Gedankengut gut heisst und verbreiten will.
Ein Zitat aus der ersten Strophe dieses Liedes : “… Defend us from blacks with baseball bats, Racism back in rule, White youth picking up Nazi flags, White youth ready for war …”

Band “Macht und Ehre“, CD Titel „Mit uns ist der Sieg“

Zur Band

1991 gegründete Band um den Sänger Steven Jones, die in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Plötzensee entstand. Die Texte enthalten Aufforderungen zum Mord an Juden und auf den Covern der Tonträger wurden teilweise NS-Symbole abgebildet. Die sieben veröffentlichten Tonträger sind alle indiziert

Eine wohlbekannte und beliebte Band in der Rechtsrockszene. Ihre Texte und Lieder zeugen von absoluter Brutalität. In Liedern wie „Ab in den Ofen“ (Leseprobe http://www.lyricsbox.com/macht-und-ehre-lyrics-ab-in-den-ofen-n99q6cn.ht ml) outet sich die Band offen als Befürworter der Verbrechen des Holocausts.

Weitere Textbeispiele finden sich hier: http://www.lyricsbox.com/macht-und-ehre-lyrics-dg78n.html

Zur Cd

Cover http://www.pc-records.de/shop/media/Macht_&_Ehre_-Mit_uns_ist_der_Sie g.jpeg

Titel / Tracklist und Hörproben

http://www.gomusic.ru/artist.aspx?id=21697&ref=9921&view=allsongs sowie

http://www.pc-records.com/label.htm

Die Titel der CD sind Rechtsrock der primitivsten Sorte. Rassistische Gewalt wird propagandiert und verherrlicht.

Band “Hauptkampflinie“, CD Titel „bis zur Revolution“

Zur Band

Ende 1996 um den ehemaligen Sänger von 08/15, Oliver Podjaski gegründete Band aus Hessen. Sie veröffentlichte bisher zehn CDs. Die CD Völkermordzentrale (1999) wurde am 31.08.2000 indiziert. Die Band ist zusammen mit Landser und Stahlgewitter auf dem am 28.03.2002 indizierten Sampler Amalek vertreten. 2003 erschien eine Split-CD mit Fraction (F) bei Pühse, 2004 die selbstproduzierte CD Odins Krieger. Nebenprojekte sind: Panzerfaust, The Betrayed und Eiserne Garde. Einzelne Bandmitglieder spielen auch bei Violent Solution mit.

Ausführliche Informationen zur Band http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptkampflinie_(Band)

Zur CD

Bis zur Revolution; wurde 2003 vom Ohrwurmversand veröffentlicht. Heute ist sie bei Barbarossa Records erhältlich.

Tracklist http://www.ns88.com/shop/product_info.php?cPath=183&products_id=335

Da die CD beim Bundesdeutschen Verfassungsschutz (BVS) indiziert ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Liedinhalte rechtsextremistischem Gedankengut entsprechen.

Für Textauszüge bzw. für den Nachweis, dass die Band rechtsextremistische Lieder veröffentlicht, verweisen wir auf http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptkampflinie_(Band).

Band “Wolfskraft“, CD Titel „Ritter Germanias“

Zur Band

Relative Junge Rechtsrock Band aus Deutschland. Musikalisch eher im Metal Bereich anzusiedeln. Weitere Infos sind nicht bekannt.

Zur CD

Die CD ist 2005 bei Wotan-Records erschienen.

Cover http://shop.rocknord24.de/images/Wolfskraft-RitterGermanias.gif

In den Liedern wird der Holocaust geleugnet, das dritte Reich glorifiziert und rassistische Hetzte betrieben. Die ganzen Liedtexte der CD finden sich hier: http://forum.thiazi.net/showthread.php?t=62109

Band “Projekt Aaskereia“, CD Titel „Projekt Aaskereia“

Zur Band

Die Band hat sich 1995 gegründet. Ganz klare germanische / nationalsozialistische Gesinnung. Tritt häufig bei NPD Veranstaltungen auf.

Bandhomepage http://www.projekt-aaskereia.de/start.html

Zur CD

2005 bei Wotan- Records veröffentlicht. Die Liedinhalte sind auf der Bandhomepage anzuhören. Die CD sowie die Band sind beim BVS indiziert.